Colearning Basecamp
Level 2 · Probezeit

Mentoring

Das wöchentliche 1:1 als Kern der Begleitung kennenlernen und die fünf Schritte das erste Mal gemeinsam gehen.

Was ist das?

Mentoring ist das wöchentliche 1:1 mit deiner Mentor:in – 30 bis 60 Minuten, jede Woche, entlang der fünf Schritte des Colearning Mentorings:

  1. Dankbarkeit – Was war gut diese Woche? Was hat dich getragen?
  2. Herausforderungen – Was hat dich aufgehalten, irritiert, beschäftigt?
  3. Inspiration – Was hat dich entzündet – eine Begegnung, eine Idee, etwas Gelesenes?
  4. Sichtbarkeit – Was hast du nach aussen getragen, geteilt, gezeigt?
  5. Weitergeben – Was hast du an andere weitergegeben, was hast du von anderen erhalten?

Die fünf Schritte sind dieselben, die später auf Level 4 jede:r selbst als Mentor:in geht. Sie ändern sich nicht – nur die Rollen wachsen.

Warum gibt es das?

Selbstorganisation ist mutig – aber nur, wenn der Boden trägt. Das wöchentliche Mentoring ist dieser Boden: eine verlässliche, persönliche Begleitung, die nicht bewertet, sondern begleitet.

Das Mentoring ist im Basecamp kein optionales Angebot, sondern eine ermöglichende Struktur. Wer weiss, dass jemand hinschaut, traut sich mehr. Wer einmal in der Woche laut denken darf, was wirklich läuft, kommt klarer wieder heraus.

Der letzte der fünf Schritte – Weitergeben – ist kein Zufall: Was du lernst, gehört nicht nur dir. Es wird wertvoll, wenn es weiterfliesst. Das gilt von Anfang an.

Wie geht es konkret?

  1. YOLU und der Circle Learning & Mentoring matchen dich mit einer Mentor:in: eine:r erwachsene:n Person mit eigener unternehmerischer Erfahrung, die sich ein Mal pro Woche Zeit nimmt.
  2. Ihr trefft euch wöchentlich – in der Regel im Effinger, an einem fixen Termin.
  3. Das Gespräch folgt den fünf Schritten. Du führst – die Mentor:in fragt, hört, spiegelt. Sie gibt ehrliches Feedback und ermutigt zum nächsten Schritt.
  4. Das Mentoring ist langfristig angelegt – mindestens ein halbes Jahr. Vertrauen wächst über Zeit. Gleichzeitig gilt: Wer merkt, dass es nicht passt, darf das ansprechen. YOLU begleitet einen Wechsel jederzeit und ohne Gesichtsverlust.
  5. Zu jedem Halbjahresgespräch gehört ein kurzer beidseitiger Check: Passt diese Begleitung noch – für beide? Das ist keine Prüfung, sondern gelebte Selbstführung.
Danach hast du dein erstes 1:1 hinter dir – und weisst, wie sich ein Mentoring anfühlt, das dir wirklich gehört.
Für Einführende

Wer führt ein?

Mentor:in (Konzept 5.5). Das Matching läuft über YOLU und den Circle Learning & Mentoring.

Worauf achten?

  • Jugendliche, die aus dem Schulsystem kommen, kennen das Format «Einzelgespräch mit Erwachsenem» meistens als Beurteilung. Das erste Mentoring braucht darum einen klaren, entspannten Einstieg: Es geht nicht darum, sich gut zu präsentieren.
  • Die fünf Schritte sind ein Geländer, keine Checkliste. Wenn ein Gespräch tiefer bei einem Schritt bleibt, ist das richtig so.
  • Mentor:innen sind keine Therapeut:innen und keine Lehrer:innen. Wenn anspruchsvolle persönliche Themen auftauchen, die über das Mentoring hinausgehen, sucht YOLU gemeinsam nach einer passenden Lösung ausserhalb.
  • Das Mentoring-Verhältnis ist kein Schicksal: Passt es nicht, ist ein Wechsel keine Niederlage.

Material

  • Erstes gemeinsames Kennenlernen vor dem offiziellen Start (niedrigschwellig, kein Druck)
  • Vorlage oder kurzer Hinweis zu den fünf Schritten – für Mentor:in und Jugendliche:n
  • YOLU und Circle Learning & Mentoring als Backup ansprechbar

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