Standort
Zurückschauen: Was hast du erlebt? Wie hat es sich angefühlt – für dich und für den Stamm? Und ehrlich überlegen, wie es weitergeht.
Was ist das?
Am Ende der Schnupperzeit steht das Standortgespräch. Ihr schaut gemeinsam zurück: Was hast du erlebt? Welche Lernschätze hast du gehoben? Wie hat es sich angefühlt – für dich, und für den Stamm?
Das ist keine Prüfung und kein Test, der eine Eignung ausrechnet. Es ist ein ehrliches Gespräch zwischen dir, deine·r Mentor:in und YOLU. Daraus wird gemeinsam klar, wie es weitergeht – über drei gleichwertige Wege.
Warum gibt es das?
Jeder Übergang im Basecamp ist beidseitig und umkehrbar: Nicht nur der Stamm schaut, ob du passt – du schaust genauso, ob der Stamm zu dir passt. Darum gibt es am Schluss kein Urteil von oben, sondern einen gemeinsamen Entscheid.
Und der Weg hinaus bleibt leicht. Wer merkt, dass es gerade nicht stimmt, soll das sagen können, ohne Gesichtsverlust. Genau das macht das Schnuppern ehrlich: Es muss niemand bleiben, um nicht gescheitert zu sein.
Wie geht es konkret?
Ihr setzt euch zusammen und redet ehrlich über die Schnupperzeit. Am Ende stehen drei Wege offen – alle drei sind in Ordnung, keiner ist der «richtige»:
- Bleiben. Der Übertritt in die Probezeit, die Start-Quests. Wer die Schnupperzeit bis zum Schluss geht, kann bleiben.
- Ein anderer Weg. Mit einer konkreten Idee, was besser passen könnte – und der Schnupperzeit als erstem Stück deines Portfolios.
- Später wiederkommen. Manchmal stimmt alles ausser dem Zeitpunkt.
Hier wird nichts berechnet und nichts empfohlen, das über dich verfügt. Welcher Weg stimmig ist, findet ihr gemeinsam heraus.
Für Einführende
Wer führt ein?
Mentor:in und YOLU führen das Gespräch gemeinsam mit der schnuppernden Person.
Worauf achten?
- Halte die drei Wege wirklich gleichwertig. Kein «eigentlich solltest du bleiben», kein Ranking, keine ausgerechnete Eignung.
- Rede über das Erlebte und das Gefühl, nicht über Leistung oder Punkte.
- «Bleiben» ist kein Sieg und «ein anderer Weg» keine Niederlage. Wie ihr ein Nein behandelt, prägt, wie ehrlich künftige Gespräche werden.
- Wird «Bleiben» gewählt, folgt als Nächstes die Vereinbarung – am Übergang in die Probezeit, gemeinsam mit den Eltern bei Minderjährigen.
Material
- Ruhe und Zeit für ein echtes Gespräch, kein Termin zwischen Tür und Angel
- der Rückblick der schnuppernden Person (erlebte Quests, gehobene Lernschätze, Notizen auf der Page)